HUGO BOSS treibt die Digitalisierung bereits in vielen Bereichen des Unternehmens voran – von der Produktentwicklung bis zur Logistik und dem Vertrieb. Dabei setzt das Unternehmen sehr stark auf selbstorganisierte Teams. Gemeinsam mit dem Kommunikationsteam folgen wir nun genau diesem Grundsatz: Mitarbeitende sollen gezielt eigene KI-Lösungen entwickeln und ihre digitalen Arbeitsprozesse aktiv gestalten können.
Der Ansatz dahinter nennt sich Citizen Development. Menschen aus den Fachabteilungen nutzen Low-Code- und No-Code-Plattformen, um Anwendungen, Automatisierungen und KI-Assistenten zu entwickeln – ohne dabei selbst zu professionellen Softwareentwicklern zu werden. Der Vorteil liegt darin, dass Lösungen von denjenigen gestaltet werden, die die Anforderungen und Herausforderungen ihres Arbeitsalltags am besten kennen und die Qualität ideal einschätzen können.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen unsere AI Radar Sessions. In diesen praxisnahen Lern- und Arbeitsformaten vermitteln wir technische Grundlagen und entwickeln gemeinsam die Strukturen, die es für nachhaltiges Citizen Development braucht. Das Team arbeitet direkt an eigenen Anwendungsfällen, testet Funktionen und lernt, Ideen von der ersten Problemstellung bis zum einsatzfähigen Assistenten weiterzuentwickeln.
Dabei organisieren wir auch den Entwicklungsprozess: Wer übernimmt welchen Use-Case? Wie vermeiden wir, dass mehrere Personen parallel an fast identischen Assistenten arbeiten? Welche Entwicklungsstände müssen dokumentiert werden? Wie werden Datenquellen strukturiert und Testphasen geplant? Und anhand welcher Kriterien wird entschieden, ob eine Lösung veröffentlicht, überarbeitet oder verworfen wird? Für Karolin Westermann, Leiterin der Kommunikationsabteilung bei HUGO BOSS, ist dabei etwas besonders wichtig: „Für uns bedeutet Citizen Development nicht, IT-Strukturen zu umgehen. Es bedeutet, fachliche Expertise und technische Umsetzungskompetenz so zusammenzubringen, dass gute Ideen schneller in belastbare Lösungen überführt werden.“
Das Ziel unserer Zusammenarbeit ist es, technische Entwicklungskompetenz dort aufzubauen, wo das fachliche Wissen sitzt. Die IT bleibt hierbei ein wichtiger Partner für Governance, Sicherheit und komplexe Integrationen. Das Kommunikationsteam gewinnt jedoch die Fähigkeit, eigene Anforderungen selbst zu übersetzen, Lösungen prototypisch zu entwickeln und fundiert zu entscheiden, wann zusätzliche technische Unterstützung nötig ist.

